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EU regelt den Pauschalurlaub

Wird sich beim Pauschalurlaub etwas ändern?

Die EU möchte bei allem eine einheitliche Regelung. Und so war es nur eine Frage der Zeit bis auch die Pauschalreisen unter die Lupe genommen werden. Diese sollen nicht nur verbessert, sondern zudem für alle EU Bürger vereinheitlicht werden. Allerdings bedeutet dies, dass vor allem für deutsche Urlauber einige Verschlechterungen in Kauf genommen werden müssen.

Grundsätzliche Änderungen

Bisher waren Pauschalreisen in Deutschland fest verankert und mussten zahlreiche Richtlinien erfüllen. Zukünftig könnte sich dies allerdings schlagartig ändern, denn bereits bei den Angaben Mietwagen, Flug und Hotel werden Reisen der Kategorie Pauschalreisen zugeordnet. Die einzige Voraussetzung, welche von Pauschalreisen immer noch erfüllt werden muss, besteht darin, dass die unterschiedlichen Angebote im Internet miteinander verknüpft sein müssen.

Die Ansprechperson muss klar definiert werden

Wer zukünftig eine Pauschalreise bucht, muss bereits im Vorfeld eine verantwortliche Ansprechperson zur Verfügung gestellt bekommen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob und inwiefern Probleme im Urlaub auftreten. Fakt ist: Reisen sollten somit nicht nur wissen was sie buchen, sondern auch aufgezeigt bekommen, was ihre Rechte sind. Hiermit möchte die EU-Verordnung vor allem vor reihenweisen Pannen im Urlaub schützen. Weniger Schutz wird weiterhin bei den sogenannten Individualreisen bestehen, wobei der Kunde seinen Urlaub selbst zusammenstellen kann.

Welche Nachteile wird es für deutsche Urlauber geben?

Bisher lautete die Richtlinie: Wenn sich die Kosten der Pauschalreise nach dem Buchen um mehr als 5 Prozent erhöhen, muss der Kunde nicht dafür aufkommen und kann sogar von der Buchung zurücktreten. Dieser Grundsatz könnte nun über Bord geworfen werden, denn nach der neuen EU-Verordnung soll der Richtwert nun auf 8 Prozent angehoben werden. Ebenso wird angenommen, dass das Privileg der deutschen Reisenden, dem nach die Reisekosten für eine Naturkatastrophe im Urlaubsland im Nachhinein rückerstattet werden können, ebenso bald Geschichte sein könnte. Allerdings werden Reiseveranstalter im Gegenzug weitaus mehr in die Pflicht genommen. Kann aufgrund ungewöhnlicher oder unvorhersehbarer Umstände der Urlaub nicht durchgeführt werden, muss der Reiseveranstalter bis zu drei Übernachtungen nicht nur finanziell decken, sondern auch organisieren. Ebenso wird in Betracht gezogen, dass Reisende bei Kriegen, Naturkatastrophen und ähnlichem sogar vor Ort die Reise kostenfrei stornieren können. Diese Regelung war bisher nicht gesetzlich verankert, sondern beruhte lediglich auf Kulanz des Veranstalters.

Trotz der zahlreichen Änderungen wird es mit der neuen EU-Regelung für deutsche Urlauber nicht nur Nachteile geben. Es wird angenommen, dass bereits Mitte bis Ende Juni die neue Urlaubsregelung vom EU-Parlament unterzeichnet wird.

Foto@FotoHiero/Pixelio




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